Herzlich Willkommen

3/4 der Change-Initiativen scheitern!
Zu diesem Schluss kam J. P. Kotter 1996.


Die schlechte Nachricht ist:
Daran hat sich bis heute wahrscheinlich nichts geändert.

Zwar hat sich die Anzahl der Berater vervielfacht und deren Beratungs-KnowHow ist deutlich gewachsen – im gleichen Zuge sind aber die Herausforderungen für Veränderungen massiv gestiegen. Die Wirtschaft ist komplexer und vielschichtiger, die Menschen selbstbewusster und unabhängiger geworden. Auch das Tempo hat angezogen. Was letztes Jahr noch funktioniert hat ist vielleicht nächstes Jahr schon nicht mehr wettbewerbsfähig.

Die gute Nachricht ist:
Auch heute gelingen wahrscheinlich 1/4 der Change-Initiativen.

Auf diesen Seiten zeige ich Denk- und Handlungsweisen auf, die ich in meinen 15 Jahren Beratung durch Versuch und Irrtum nach und nach als zielführend herausgearbeitet habe, und die die Chancen deutlich erhöhen, zu diesem Viertel zu gehören.

Wir verfolgen hartnäckig den Weg, 
den wir gewählt haben, 
aber nur selten das Ziel.

Friedrich Nietzsche

Wenn du direkt mit mir in Kontakt treten willst, dann gerne unter dieser Email.
Näheres zu mir und meiner Arbeitsweise findest du unter Beratung.
Ansonsten viel Spaß beim Lesen und Stöbern auf meinen Seiten!

Willkommen im Kaninchenbau

Alice, Wunderland, Pilze, Fiktion, Alice Im Wunderland

Ich greife diese oft bemühte „Alice-im-Wunderland“-Metapher auf, weil es unübersehbare Parallelen gibt.

Organisationen sind für mich immer komplexe soziale Systeme. Sie sind in der Regel eingespielt und funktionieren mehr oder weniger gut im Sinne des Inhabers. Aber bereits dieses „eingespielt“ ist etwas, was keiner beschreiben kann. Die Leute können dir zwar meist sagen, was passiert, aber selten warum.

Das bekommst du knallhart zu spüren, wenn du versuchst, etwas zu verändern. Dann passieren kaum vorhersehbare, geschweige denn zu verstehende Dinge. Alle Regeln, die vorher (scheinbar) galten, sind wie außer Kraft gesetzt, Was du auch tust, es führt selten zum gewünschten Erfolg; und je mehr du dich anstrengst, desto schlechter die Ergebnisse. Manches gelingt, aber selten deswegen, weil du es so geplant hast, sondern eher, weil es ins bestehende System passt und nicht gegen seine Regeln verstößt.

Den Weg aus diesem Kaninchenbau heraus findest du nicht auf Powerpoint-Folien; auch wenn diese noch so überzeugend und verlockend erscheinen.
Der Weg muss selber und gemeinsam mit allen Beteiligten gefunden werden. Was dabei trotzdem helfen kann, davon handeln die folgenden Seiten.

Navigieren beim Driften

Zeichen, Hutmacher, Wunderland, Alice, Wütend, Feier

Wie du vielleicht schon befürchtet hast, gibt es keine konkrete Landkarte mit einer Wegbeschreibung; jedenfalls keine, die zum Ziel führt. Es hat eher den Charakter der Fahrten von Odysseus oder Kolumbus: Es gibt eine Sehnsucht, es gibt einen Start, und es gibt eine Reise voller Überraschungen und Rückschläge. Vielleicht hatten die Beiden anfänglich sogar einen Plan, aber der hat sicher nicht lange getragen. Getragen hat vielmehr die Sehnsucht nach Zuhause (Odysseus) oder die Sehnsucht nach Ruhm und Reichtum (Kolumbus). Die Sehnsucht muss stark sein, sonst ist eine derartige Reise chancenlos.

Damit deine Reise am Ende nicht zu einer 10-jährigen Odyssee wird, brauchst du neben ein paar anderen Dingen ein geeignetes Navigationssystem, das dir hilft, vor und während der Unternehmung alles wichtige im Blick zu behalten. Ich habe hier ein Set zusammengestellt, das aber durchaus zu Beginn und während einer Veränderung angepasst werden kann.

(ein Klick auf eines der Bubble führt zur entsprechenden Seite).

Hintergründiges

Hinter meinem ganzen Denken und Handeln steht etwas, das eigentlich gar nicht richtig zu greifen ist: die Idee, das Organisationen komplexe soziale Systeme sind. Und wenn man dieser Idee folgt, dann hat das Implikationen. Man kommt um die Systemtheorie nicht herum. Von Fritz B. Simon stammt der Ausspruch:

Systemtheorie ist das Schweizer Taschenmesser für alle Lebenslagen

Sie hilft, all die überraschenden Geschehnisse in Organisationen auf einer anderen Ebene zu verstehen und einen zieldienlicheren Umgang damit zu finden. Komplexe Systeme lassen sich leider nicht mit der üblichen Logik durchdringen und erklären, so wie man bei einem komplizierten Mechanismus durch Analyse Fehler finden und reparieren kann.

Was man aber identifizieren und nutzbar machen kann sind wiederkehrende Muster. Das wichtigste Werkzeug eines Systemikers ist daher die Mustererkennung und -unterbrechung. Dies geschieht durch Unterschiedsbildung:

Der typischer Verlauf der Ereignisse wird dabei so stark irritiert, dass ein Innehalten stattfindet und an dieser Stelle erstmals und idealerweise bewusst etwas Neues eingebaut wird.

Dafür gibt es verschiedene Techniken, die situativ eingesetzt werden: Paradoxe Fragen, Fragen nach Muster des Gelingens, Wunderfrage, zirkuläres Fragen, Skalenarbeit, Metaphernarbeit und einiges mehr.

Ich selbst bin kein Systemtheoretiker, habe aber vieles davon in mein Denken und Arbeiten integriert.

Einige Videos dazu findest du in den Inspirationen unter der Überschrift Systemisch Denken & Handeln.

Wenn das Unternehmen die Summe der Entscheidungen darstellt, die getroffen wurden,

dann können wir nicht ändern was es ist,

doch wir können mit jeder neuen Entscheidung ändern was es sein wird.

NexO38 – Coaching für zukunftsfähige Organisationen in der Region 38