Siloitis Abteilicus
Organisations-Krankheit
Nummer 1
Lösungspfade
Dein Unternehmen wird typischerweise mit Herausforderungen und Problemen sehr gut fertig; deswegen gibt es euch noch.
Und doch gibt es wahrscheinlich ein paar sehr hartnäckige Phänomene, an denen ihr euch schon die Zähne ausgebissen habt.
Unternehmenskrankheit Nummer 1: Silodenken und Silohandeln.
Teams und Abteilungen arbeiten nicht Hand in Hand im Wertschöpfungsprozess sondern gegeneinander. Das eigene Team macht alles richtig. Die andern arbeiten gegen uns und gegen das Unternehmen.
Diese Abgrenzungs-Effekte von Gruppen sind schon früh untersucht und belegt worden (z.B. Minimalgruppen Paradigma). Damit wird deutlich: Es ist kein individuelles, sondern ein strukturbedingtes, kollektives Phänomen.
Also finden wir die Lösung auch nicht bei den Menschen selber, sondern in den Strukturen und Rahmenlogiken, die ihre Denk- und Handlungsmuster vorlegen.
Das heißt: feste Abteilungsgrenzen, runtergebrochene, spezifische Ziele und Belohnungen, Kommunikationskaskaden, Ressourcenkonkurrenz.
Die Aufgabe der Führungsebene ist die Gestaltung von Rahmenbedingungen, in denen Silo-Verhalten gar nicht nicht auftreten kann bzw. nicht erwartet und schon gar nicht belohnt wird.
Die Richtung des Unternehmens ist unklar.
Teams arbeiten fleißig, aber in unterschiedliche Richtungen. Prioritäten ändern sich häufig. Strategische Entscheidungen dauern lange oder werden vermieden. Es gibt viel Blindleistung.
Strategie ist die zukünftige Wertschöpfung und braucht mindestens die gleiche Aufmerksamkeit, wie die gegenwärtige Wertschöpfung des Unternehmens. Das zu gewährleisten ist Chefsache.
Verantwortung bleibt an wenigen hängen - oder nirgendwo.
Die Unternehmensleitung ist überlastet. Entscheidungen werden eskaliert, die eigentlich dezentral getroffen werden könnten. Mitarbeitende warten auf Ansagen, statt zu handeln.
Hier werden bewusst keine Führungstrainings und Führungsleitlinien vorgeschlagen. Kann man trotzdem machen, aber sie wirken erst, wenn du diese Punkte wirksam im Unternehmen etablierst:
Viel Abstimmung, wenig Ergebnis.
Meetings häufen sich, Ergebnisse bleiben aus. Übergaben zwischen Bereichen gehen verloren. Die gleichen Themen werden mehrfach diskutiert, ohne zu einer Entscheidung zu kommen.
Schnittstellen funktionieren verlässlich, Abstimmungen führen zu klaren Beschlüssen und bereichsübergreifende Zusammenarbeit erzeugt zügig sichtbare Ergebnisse.
Gute Ideen, aber zu wenig Ergebnisse.
Vorhaben werden beschlossen, aber nicht oder nur halb umgesetzt. Es fehlt Konsequenz im Follow-up. Das Team ist beschäftigt, aber strategisch wichtige Projekte bleiben liegen.
Beschlüsse werden systematisch nachgehalten, strategische Vorhaben erreichen messbare Fortschritte und das Team bringt Prioritäten zuverlässig in wirksame Umsetzung.
Viel gesagt, wenig angekommen.
Entscheidungen werden nicht verstanden. Gerüchte entstehen, weil offizielle Information fehlt. Mitarbeitende fühlen sich nicht gehört. Wichtige Botschaften kommen nicht an.
Wichtige Entscheidungen werden transparent und nachvollziehbar kommuniziert, Rückfragen finden strukturierte Räume und Informationen erreichen Teams klar, zeitnah und konsistent.
Das Unternehmen reagiert spät – oder gar nicht.
Externe Veränderungen werden ignoriert oder als Bedrohung wahrgenommen. Veränderungsinitiativen verpuffen. Das Unternehmen tut heute dasselbe wie vor 10 Jahren – nur mit mehr Aufwand.
Das Unternehmen beobachtet Marktveränderungen aktiv, lernt in kurzen Schleifen aus Experimenten und erneuert Strukturen kontinuierlich statt erst unter massivem Druck.
Wenn es konkret werden soll
In einem ersten Gespräch klären wir, welches Phänomen wirklich trägt, welche Hypothesen sinnvoll sind und woran Sie eine gute nächste Intervention erkennen.